Katzen gehören zweifellos zu den wählerischsten und geheimnisvollsten Tieren, die man sich als Hausgenosse anschaffen kann. Sie haben ihren eigenen Kopf, folgen ihrem eigenen Willen und verschmähen auch schon mal Streicheleinheiten zu einem unpassenden Zeitpunkt oder auch Futter, das nicht ihrem Geschmack entspricht.
Im Gegensatz zu Hunden – die bekanntlich alles voller Genuss verschlingen – zeigen Katzen ihrem Napf ab und an die kalte Schulter, doch das hat nicht immer mit ihren Anforderungen an das Futter zu tun. Appetitlosigkeit kann mehrere Gründe haben, diese werden im Folgenden erklärt.
Welche Gründe kann es geben, wenn eine Katze nicht frisst?
1. Das unpassende Katzenfutter
Katzen sind Gewohnheitstiere und mögen Bekanntes, dazu zählt auch das Futter. Wird dieses nach längerer Zeit plötzlich gewechselt und auf ein geschmacklich anderes umgestiegen, kann das Futterverweigerung zur Folge haben. Manchmal verändern die Produzenten aber auch die Zusammensetzung, Katzen mit ihrem feinen Näschen merken das sofort.
Wenn das Futter absichtlich umgestellt wurde, sollte man nach und nach das neue und das alte Produkt vermischen, um den Geschmack vorerst anzugleichen. Dann gewöhnt sich der Stubentiger daran und nach einer Zeit wird das neue Futter akzeptiert.
2. Stress verleidet den Appetit
Auch Katzen können unter Stress leiden, die Gründe dafür sind meistens diese: Umzug, grundlegende Neustrukturierung ihres Reviers (Wohnung), Tod einer der Bezugspersonen oder ein neues Haustier in der Wohngemeinschaft.
Bei einem Umzug hilft es, einige Dinge aus der alten Wohnung vorerst in die neue mitzunehmen. Das sollten der Kratzbaum sein, eine Decke mit dem Eigengeruch der Katze und vor allem ein Rückzugsort für die Samtpfote. Dort kann sie sich in aller Ruhe an die neue Situation gewöhnen.
3. Verschiedene Erkrankungen
Diese Erklärung ist wohl die, die einen Besitzer am meisten beunruhigt. Aufgrund einer Infektion verlieren Katzen oft den Appetit. Häufig auftretende Krankheiten bei Katzen sind: Schnupfen, Nierenkrankheiten, Ekzeme oder Entzündungen am Fell oder Funktionsstörungen bei Organen, z. B. der Schilddrüse oder der Nieren.
Wenn der Verdacht im Raum steht, dass die Katze krank ist und ihr Zustand sich verschlimmert, sollte man umgehend einen Tierarzt konsultieren. Eine harmlose Erkältung dauert etwa 3 – 4 Tage, sollte der Appetit danach nicht vollständig zurückgekehrt sein, ist ein Arztbesuch angebracht.
4. Belastung des Magen-Darm-Trakts
Durch falsches Futter oder eine Krankheit können Katzen Unwohlsein und Schmerzen im Magen-Darm-Bereich verspüren, dann fressen sie weniger. Meist lindert hier Erbrechen die Beschwerden der Katze – das passiert dann automatisch – und sie frisst wieder.
Schonkost hilft bei einem belasteten Magen oder einer Krankheit mit Erbrechen. Sollten die Symptome jedoch länger als ein paar Tage anhalten, braucht die Katze einen Tierarzt.
5. Verschluckte Haarknäuel
Da Katzen sehr reinlich sind, putzen und lecken sie ihr Fell häufig. Bei Tieren mit besonders langem Haar kann es passieren, dass sie zu viel der Haare verschlucken und sich Fellknäuel im Magen bilden.
Diese Ballen werden meistens nach einer Zeit von selbst durch Erbrechen ausgeschieden, deswegen fressen Katzen auch ab und an Gras. Besteht jedoch der Verdacht, dass sich Haarballen seit längerem im Magen befinden, müssen diese durch einen Eingriff entfernt werden.
6. Appetitlosigkeit bei älteren Katzen
Viele Besitzer merken oft bei ihren älteren Tieren, dass sie den Appetit verlieren und mit den Jahren immer weniger fressen. Das hat zwei Gründe: Zum einen sinkt die Lust zu essen mit dem Alter, außerdem wird das Fressen für die Stubentiger schlichtweg anstrengend.
Um eine fressunlustige Katze zu animieren, kann man besonders leckeres Nassfutter untermischen und/ oder das Futter leicht erwärmen. So entfaltet sich der Geruch leichter, den die Katze sofort wahrnimmt. Außerdem sollte das Futter immer wieder einmal weggenommen werden, eine ständige Verfügbarkeit lässt dessen Attraktivität für die Katze sinken.
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